Es gibt Dinge die man nicht gründen kann. Die einfach anfangen weil ein paar Menschen zur gleichen Zeit dasselbe vermissen. Der Newspaper Club Limburg ist so ein Ding.

Symbolbild, mit einem LLM generiert.

Jeden Sonntag. Irgendwo in Limburg. Der Ort wechselt, weil das so ist.

Wer kommt, bringt etwas mit. Eine Tageszeitung von gestern oder von heute, egal. Eine Wochenzeitschrift, eine Monatszeitschrift, ein Magazin das man eigentlich schon wegwerfen wollte. Oder ein Zine. Selbstgemacht, kopiert, getackert, gefaltet, beschriftet von Hand. Vor allem Zines.

Mensch sitzt. Mensch liest. Mensch zeigt sich Dinge. Mensch sagt: schau mal hier. Oder mensch sagt nichts und liest weiter.

Es gibt keinen Vortrag. Keinen Moderator. Keine Agenda. Wer reden will, redet. Wer schweigen will, schweigt und liest. Beides ist richtig.

Der Ort steht Samstagabend fest, manchmal auch erst Sonntagmorgen. Er wird bekannt gegeben. Manchmal ein Café. Manchmal ein Hinterhof. Manchmal ein Wohnzimmer. Manchmal draußen, wenn das Wetter mitspielt, und manchmal auch wenn nicht.

Mensch kann etwas dalassen. Mensch kann etwas mitnehmen. Wer etwas mitnimmt, gibt es weiter wenn es gelesen ist. Nicht zurück. Weiter.

Der Newspaper Club Limburg ist kein Verein. Hat keine Mitglieder. Hat keine Website. Hat keine Förderer. Er existiert weil Menschen sich treffen und Papier mitbringen auf dem Dinge gedruckt stehen die jemand für wichtig genug hielt um sie der Welt mitzuteilen.

Der Club hat keine Ideologie. Er hat eine Praxis. Wer eine Praxis des Lesens nicht verträgt, kommt nicht wieder.

Das reicht.


Nächster Termin: wird bekannt gegeben. Kontakt: persönlich oder gar nicht.