die stadt löst sich, auf. nicht dramatisch nicht als, katastrophe eher dieses LANGSAME weichwerden der kanten ja. regen macht unscharf was vorher zu deutlich, schilder fassaden gesichter der eilenden ich, gehe. ohne ziel durch die gassen die jetzt rinnsale, führen. leica unter der jacke, nasses metall an der brust, ich greife hin manchmal ohne sie, herauszuholen. es genügt, zu wissen. dass sie da ist.

bischofsplatz, eine frau unter einem vordach und, raucht. schaut mich an als würde sie, etwas. erkennen. ich gehe, weiter. der regen hat keinen rhythmus oder einen den ich noch nicht, verstehe. eine taube hockt auf einem briefkasten UN.BEWEGT als wäre stillhalten die einzig, vernünftige antwort auf diese, nässe.

irgendwann, höre ich auf zu unterscheiden zwischen mir und, der stadt. das wasser auf der haut das wasser auf dem kopfsteinpflaster, dieselbe sache derselbe, moment. die alten situationisten hätten das vielleicht DÉRIVE genannt aber das wort ist zu, trocken. für das was hier, passiert.

ich biege in eine gasse die ich nicht, kenne. obwohl ich hier seit, jahren. gehe.

grauer himmel, tropft
ins pflaster – ein spatz, badet
wo ich gerade, stand

Foto: E.K.

Service

  • Adrian Daub, was das Valley herrschen nennt

  • Yanis Varoufakis, Technofeudalismus

  • Alice Bolin, Culture Creep

  • Achille Mbembe, Necropolititcs


Sascha Büttner, Notizen 2024-2025

Sascha Büttner, büttner

In Bälde: mfa #5


METALABOR

Raum und Zeit für noch nicht Gedachtes, nicht Gesagtes, nicht Getanes.
Vierter bis sechster September 2026, Grand Hotel Europa, Villmar (Lahn)

Anmeldungen sind noch möglich. Weitersagen sowieso.