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Kalter Morgen an der Lahn. Die Leica um den Hals, nichts zu tun außer gehen. 25 Kilometer durch das Limburger Becken – Löss aus der Eiszeit, Autobahn aus dem Jetzt. Die Kamera nimmt was sie nimmt. Der Rest ist Schweigen. Oder Bilder.

Der Dickschieder Wildwechsel, eigenwillig verkürzt: Wo das Wanderinstitut Premiumwege zertifiziert, entsteht jene Vergesslichkeit, die das Gehen zur Denkbewegung werden lässt. Zwischen Kamera und Fieldrecorder, zwischen kanadisch anmutender Herbstpracht und Rhein-Main-Luftverkehr – Meditation über die südhessische Signatur der Waldeinsamkeit.

Ich schreibe und fotografiere, um mich selbst zu verändern und nicht gleich zu bleiben. Mein Tun ist ein Weg zur Stille und ich teile mich mit. Fotografieren geschieht spontan als Reaktion auf meine Umwelt, ohne spezifische Absicht oder Erklärung, oft spiegelt es meine stimmungsabhängigen Erlebnisse wider.